Halali von 1963

Ansprechpartner:
Toni Schäfer
Am Strickmorgen 7
41464 Neuss
Telefon: 43484
eMail: schaefer-toni (at) t-online (punkt) de
Mama, Papa, ech well en d’r Jägerzog
Mama, Papa, die krieje do Freud jenog.
Wiß es dat Böxke on jrön es dat Röckske
on jrön es om Kopp och d’r Hot!Sank Quirines om Mönster, dinn Färv es jot.
...... so dachten sich im März 1963 neun junge Männer und gründeten in der alten Bürgergesellschaft den Jägerzug Halali. Die Gründungsmitglieder waren: Oblt. Helmuth Küppers, Lt. Heinz Knopf, Fw. Werner Twelker, Friedhelm Doro, Klaus Loogen, Josef Päfgen, Rüdiger Peters, Johann-Heinrich Thywissen, Bernd Ziegler. Der Fackelbau war noch nie eine große Stärke des Zuges und mangels Beteiligung wurde er nach einigen Jahren auch wieder eingestellt. Dafür wurden im Jahr 1996 ausgefallene Handfackeln mit dem Neusser Wappen angefertigt. Die heutige Zeit stellt veränderte Anforderungen an die Mitglieder des Zuges. Generationswechsel, Krankheit und Arbeitslosigkeit fordern die Gemeinschaft, die sich nicht nur als Interessensgemeinschaft „über die Daach“ versteht, sondern als Freundeskreis in guten wie in schlechten Zeiten. Seit 2001 nimmt der Jägerzug Halali auch passive Mitglieder auf, die natürlich selbstverständlich auch die Möglichkeit haben, an einem oder mehreren Schützenfesttagen aktiv mitzumarschieren. Unsere passiven Mitglieder werden zu allen Aktivitäten des Zuges im Laufe des Jahres eingeladen und nehmen diese Möglichkeit erfreulicherweise auch häufig wahr. Die Kontinuität in der Zugführung zeigt sich darin, dass nach Helmuth Küppers, Werner Twelker und Dieter Brebeck nunmehr Toni Schäfer erst der vierte Zugführer ist. Der Jägerzug Halali ist auch heute noch nach über 45 Jahren eine kleine bodenständige Gemeinschaft, die nicht auf große Außenwirkung bedacht ist, sondern in unkonventionellem Rahmen ihre Veranstaltungen abhält. Feste Termine im Jahreskalender der Halali-Jäger sind zum Beispiel die jährlichen Ausflüge und der Löhnungsappell, der reihum mit Frauen und Kindern in Form eines Grillfestes gefeiert wird. Das Vogelschießen wurde lange Zeit gemeinsam mit den Damen des Zuges durchgeführt. Seit 2001 treffen sich die Damen zum Kaffee und folgen zur Proklamation nach, da die eigentliche Zugsiegerehrung zu einem späteren Zeitpunkt in kleinem Rahmen erfolgt. Die Schützenfesttage selbst werden von einem reichhaltigen Angebot bestimmt. An den Abendveranstaltungen sollte jeder teilnehmen, muss es aber nicht. Erster Höhepunkt ist freitags abends der gemeinsame Kirmesplatzbummel, der große Anforderungen an die Kondition stellt. Über alle Schützentage ist das Zuglokal zentraler Anlaufpunkt, in dem schon vor der Parade ein leckeres Frühstück für alle Zugmitglieder serviert wird, zu dem Leutnant Felix Holte einlädt. In dem gleichen Raum trifft sich nach der Parade der komplette Zug mit Kind und Kegel zum Mittagessen. Das Montagsfrühstück findet bei Oberleutnant Toni Schäfer statt, Dienstags heißt der Gastgeber Feldwebel Andreas Jansen. Wer die ansteckend gute Laune an diesen Tagen miterlebt kann nachvollziehen, warum sich Jung und Alt im Jägerzug Halali wohl fühlt. Bestes Beispiel dafür ist unser Gründungsmitglied Rüdiger Peters, der 2009 sein 60-jähriges Jubiläum feiert. Die Zugversammlung findet jeden dritten Freitag im Monat um 19.30 Uhr im Vogthaus statt. Die Mitglieder des Jägerzuges Halali 1963 wünschen sich noch viele gemeinsame Jahre im Neusser Jägerkorps 1823 und würden sich über junge Leute, die die Tradition des Zuges fortführen, sehr freuen.
Das 25-jährige Zugjubiläum wurde groß gefeiert, gab es doch gleich einen doppelten Grund: Gründungsmitglied und damaliger Oberleutnant Werner Twelker war im Jahr 1987/88 als Werner II. König aller Neusser Schützen. Als Königszug stand somit auch der Jägerzug Halali 1963 ein Jahr im Rampenlicht.
Damit Halali Jäger und Jägerin weiß, wann man wo und wie gekleidet sein sollte, gibt es seit dem Jahr 2002 einen gemeinsamen Marschbefehl, den man an den Tagen ständig bei sich trägt.


